Schneewittchen als erste KI
Tja, meine Lieben Zuhörenden,
Der erste Podcast in diesem Jahr ´26 und mit einem Thema, was mir jüngst einfiel und ich dachte, wie lustig ist das denn?
Und zwar folgende
Mittlerweile haben sich ja die Dinge wie ChatGPT absolut durchgesetzt. Also eine Software, der ich eine Frage stelle oder bitte, Dinge auszuformulieren,
Das können Fragen sein, die die Welt oder die Umwelt betreffen, die mich gerade faszinieren oder deren Sinn ich nicht erkenne oder mein Wunsch aus drei Wörtern einen ganzen Text zu schreiben oder aus einem Riesentext einen kurzen Abschnitt zusammenzustellen, damit ich nicht allzu viel lesen muss, um trotzdem die Kernaussage eines Textes zu ermitteln.
Das Fragen ist eine der natürlichsten Eigenschaften des Menschen und wer den „Sesam Straßen Intro Song“ kennt, weiß, was ich meine.
Und dann kam mir eine Sache in den Sinn, dass es schon eine Ur-Frage gab, die der ersten KI der Welt gestellt wurde, nämlich frei nach den Gebrüdern Grimm im Märchen Schneewittchen.
Jetzt werden einige auflachen, und sagen: ja, ha ha ha, das stimmt.
Denn da hieß es so schön: „Spieglein, Spieglein an der Wand … Wer ist die Schönste im ganzen Land?“
Und was antwortete die erste KI auf diese Frage:
Ihr seid es, Majestät, die Schönste im Land.
Und diese KI war interessant. Denn in der ersten Zeit hat sie praktisch auf die gleiche Frage auch immer die gleiche Antwort gegeben.
Das hätte ein gut dressierter Papagei aber allemal auch gekonnt! Aber mit der Veränderung der Welt, mit dem aufpoppen vom jungen Mädchen Schneewittchen, der neuen Super-Granate im Märchenland hat die KI eine andere Textur angenommen.
Sie hat Daten gesammelt und Informationen zusammengetragen. Und gemerkt: da gibt’s noch was Besseres, als die Königin. Und hat das der Königin eiskalt und wahrheitsgemäß ins Gesicht serviert, im wahrsten Sinne des Wortes – vor dem eigenen Antlitz im Spiegel.
Was ist jetzt die Quintessenz aus dieser Story?
Antwort:
Erstens: KI gab’s irgendwie schon immer.
Zweitens: KI kann einen fertig machen, immer dann, wenn die Antwort, die KI gibt, nicht die Antwort ist, die ich gerne hören will.
Also immer dann, wenn KI die Wahrheit spricht, wird sie zur Belastung für den Fragenden.
Und wie kann ich das auf die heutige Welt übertragen?
Ganz einfach: wer sich in „Gefahr begibt“, kommt darin um.
Denn wer zu viel fragt, bleibt nicht wirklich dumm, wird aber auch nicht unbedingt schlauer oder sogar enttäuscht und entsetzt vom Ergebnis sein, was ihn erwartet.
Die Frage an sich - ist jetzt das Zünglein an der Waage? Welche Dienstleistung und welchen Mehrwert kann ich durch KI erlangen, wenn die Antwort aus diesem Prinzip Frage-Antwort mich nicht befriedigt und glücklich macht, - sondern im Gegenteil, aufrüttelt bzw. verärgert oder gar wütend macht.
Mit der Konsequenz, dass ein anderer Mensch deshalb leiden muss, weil mir die Schläue der KI etwas bekannt gibt, also etwas zuträgt, was mir unter normalen Umständen gar nicht bekannt werden würde. Hinter den sieben Bergen … Denn eine simple Hauswand zu befragen, würde auch bei der schlimmsten Frage nur eins bedeuten. Keine Antwort zu bekommen. Das hätte der Königin auch gut getan und Schneewittchen viel Ärger erspart. Und wenn sie nicht weiter ständig fragen, dann leben Sie. Noch heute?
Übrigens der Originalsatz macht eigentlich Sinnbefreit, da logisch … na ja, anderes Thema.
Fazit an dieser Stelle:
Manchmal ist nicht Wissen ein Segen.