Tagebuch des Lebens (Google time Diary)
Erinnern Sie sich noch an früher mit diesem Tagebuch Ding?
Vielleicht sogar noch an die Serie:
Das geheime Tagebuch des Adrian Mole?!
Tja, das war noch Zeiten, wo man als Jugendlicher einem ebenfalls jungen Mann in der Pubertät folgen konnte, wie er akribisch in sein Tagebuch reinkritzelte, was ihm so am Tag widerfahren war. Also, welche Eindrücke, welche Gefühle er durchmachte und wer in sein Leben ein oder ausgetreten war.
Das war recht vergnüglich, weil jeder, der mal Tagebuch geführt hat, weiß, wie sich das anfühlt, wenn man Jahre später rekapitulierend, seine zu Papier gebrachte Welt, erneut liest und im ´Quasi Flashback´ alles, was einem so passiert ist, wieder vor die geistigen Füße geschmissen bekommt.
Das können Momente sein, die durchaus sehr intensiv waren. Denn grade diese Ereignisse fanden am häufigsten ihren Weg in ein solches Büchlein. Aber auch die kleinen Randbemerkungen rufen bisweilen ein leichtes Schmunzeln hervor.
Ich selbst habe solche Aufzeichnungen auch verfasst, insbesondere in der Teenie Zeit, wo mir viele, viele neue Dinge widerfahren sind, die ich (einfach) für mich - eben für später - festhalten wollte.
Aktuell habe ich mir folgendes vorgestellt. Dass es interessant wäre, dieses „Tagebuch-Ding“ (des Lebens) mal auf eine andere Weise anzugehen und für später zu nutzen.
Insbesondere festzustellen, an welchen Abzweigungen des Lebens, zu welchem Zeitpunkten und an welchen Orten man mit bestimmten Personen, insbesondere denen die neu in dein Leben eintreten, bereits eine „Überschneidung“ in der Lebenszeit gehabt hat.
Praktisches Beispiel?
Nun, du lernst einen neuen Menschen oder ggfs. Partner kennen und du denkst: irgendwie kenne ich den … schon … hm! Warum bloß ist das Gefühl so?
Bei sehr besonderen Menschen, ist es vielleicht ein echter Seelenverwandter, insbesondere dann, wenn du eher viele innere Werte gemeinsam teilst.
Bei den meisten sog. „Random Begegnungen“ ist es mitunter eher ein „déja vu“, - weil, einfach schon mal gesehen? Aber wo?
Und - ist das wirklich so? Oder spielt dir dein Unterbewusstsein einen Streich?
Denn, die Chance, dass jemand, der ganz weit weg von dir wohnt, irgendwo schon mal eine Begegnung mit dir hatte, ist eigentlich relativ gering.
Vor allem, wenn keine Überschneidungen Richtung Hobby, Arbeit oder gleichen Urlaubsgewohnheiten gegeben sind.
Trotzdem bedeutet das nicht, dass du diesem Menschen nicht schon begegnet bist.
Das kann sein auf einem Festival - wartend am Dixie Klo.
Im Vergnügungspark oder durch eine Urlaubsbuchung irgendwo im Flughafen.
Und obwohl diese Person vielleicht ein ganz anderes Reisedomizil hatte als du, stand diese mit dir rund eine halbe Stunde mit am Gepäck Band oder an der Pass- Kontrolle.
Wenn also dieses Gefühl des bereits (Achtung Wortspiel Alarm.) „Bekannten“ auftaucht, habe ich mich gefragt, wie cool wäre es, dieses Szenario mal in „Echt“ rekapitulieren zu können, um dann zu sagen: Hey, schau mal! An der und der Stelle im Supermarkt in Frankreich - an der Frittenbude in Holland sind wir uns begegnet, - haben wir uns kurz in die Augen geschaut. Und ich habe dein Bild im Unterbewusstsein abgespeichert, aber konnte es bis dato nicht aktiv abrufen, um es wirklich festzumachen.
Was könnte nun eine Lösung sein, um dieses Thema abschließend/ final zu klären?
Und meine erste Antwort ist: KI
Und meine Antwort zweite Antwort ist: dein Handy!
Denn dein Handy ist deine absolute Allzweckwaffe, wenn es darum geht, dich zu „überwachen“ und dein Leben zu gestalten.
Dein Handy ist immer „on Track“, d.h. du bist immer nachvollziehbar in deiner Bewegung.
Dieser „Vorteil“ bei Google Maps, den wir alle in Rahmen von DSGVO mehr oder minder erdulden, ist die Lösung, die hier einmal einen guten Dienst erweisen könnte, wenn wir schon überwacht werden. Google ist im wahrsten Sinne des Worte die Landkarte deines Lebens.
Also, wo verbringe ich meine Freizeit? Zu wem fahr ich wohin? Bei wem war ich - wann?
Dein Handy weiß es, Bro! Immer und auch nachhaltig.
Und genau diese technische Wunderwaffe könnte dazu beitragen, dass wir in nicht ferner zeitlicher Zukunft in der Lage sind, unsere Aufenthaltsorte mit jemand anderem auf die Minute abzugleichen. Eine Synchronisierung des Lebens quasi.
D.h. ich kann, ähnlich einem Tagebuch, mein ganzes Leben - Tag für Tag, Stunde für Stunde, abrufen, kontrollierend abgleichen und mich neu erkunden:
An welchem Punkt des Lebens war ich wann wo und kann mich dann gegebenenfalls zurückerinnern, was ich gemacht habe. Warum wird das gut gelingen?
Nun, neben dem Ort und der Zeit habe ich ggfs. noch Buchungstickets im Handy und Fotos gemacht, usw.. Damit rundet sich das Bild der Erinnerungen ab und vervollständigt sich.
KI könnte dir also nahtlos dein ganzes Leben im Schnelldurchlauf am Bildschirm anzeigen. Krass oder?
Nehmen wir jetzt noch mal den Fall der Bekanntschaft hinzu.
Frage, die ich der KI stellen kann:
Ab wann habe ich in den letzten 30 Jahren - wie auch immer geartet - mit dieser Person irgendeinen Überschneidungpunkte gehabt?
KI - stelle mir das auf einer Weltkarte dar.
Und in wenigen Sekunden ´Tadaa´ kann der Computer dir sagen, ob es eine echte Überschneidung in unserer beider Leben gab.
Wann das war und wo das war.
Und was da passiert ist.
Und es wäre doch verdammt nochmal interessant zu wissen, ob damit die echte Chance besteht zu belegen: Dein Gesicht kenne ich und hier siehst du es auf Google Maps in bunt.
Also, war mein Eindruck “echt“ oder habe ich mir das nur eingebildet? Hat mir das Unterbewusstsein also wirklich einen Streich gespielt?
Natürlich bedeutet das „Sehen“ eines Menschen mitunter nicht unbedingt eine echte „Bewegung“ in meinem Leben, da ich diese Person ja auch vielleicht im Netz
abgerufen habe. Also durch Facebook, Insta oder TikTok oder was auch immer kurz aufleuchten sehen. Aber auch das wäre prüfbar. Denn alle Daten sind lieferbar.
Also, es wird noch eine ganz interessante Welt, was dieses Thema angeht.
Vielleicht können wir uns demnächst alle echt vernetzen und verquicken? Und das einstige Tagebuch, in das ich mühsam mit Füller reingepinnt und es gefüllt habe, kann ich demnächst mit KI und meinem Handy auf die Sekunde mit KI und Co ersetzen?
Vielleicht sogar noch mit Suchwörten und banalen Dingen wie:
Wie oft habe ich Eis in dem Urlaub gegessen?
Und wann eigentlich schmeckt mir jetzt Banane besser als Erdbeer?
Fazit: Google ist quasi dein neues Tagesbuch des Lebens - automatisch und online für immer.