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Anpassen, aber nicht ändern des Typs

 

 

Ein weiteres Thema, was in den 40gern immer wieder andockt ist: Finde deinen Look bzw. behalte deinen Look!

 

 

 

In einer Zeit, wo jeder alles machen, tragen und sich benehmen kann wie er möchte, ist es schon fast wieder schwer, einen Style zu finden, der sich in besonderer Art von den anderen abhebt. Denn mittlerweile sind  a l l e  ´toll´ - ´schön´ - schön geschminkt, geliftet und sonst wie operiert. Dabei ist die Definition von ´toll´ selbstredend auch höchst unterschiedlich auszulegen und unterliegt nach wie vor auch dem Zeitgeist. Heute ließe sich z.B. keiner mehr ein „Arschgeweih“ tätowieren, weil das nicht toll wäre – sonst aber nahezu fast alles.

 

 

 

Als Banker, der ich bin, habe es eher schwer, in diese Welt des ´Bunten und Besonderen´ hineinzukommen. Ich kann mich leider nicht oder sollte ich sagen ´Gott sei Dank´ nicht, bis zum Hals tätowieren lassen, um irgendwie auf- oder aus der Rolle zu fallen (wobei man sagen muss, dass man heutzutage eher wieder auffällt, wenn man nicht tätowiert ist). Aber auch Piercings, Brandings und sonst noch was an Armen oder im Gesicht sind eher schwierig im Alltag eines Bankers durchzuwinken.

 

Daher bleibt der Faktor „sei ein Typ/sei dein Typ“, keine einfach zu lösende Aufgabe.

 

Ich selbst habe mich dafür entschieden, durch meine Haarpracht individueller zu bleiben. Diese trage ich eher lang und das ist eben mein Style. Selbiges geschieht jedoch weder aus Provokation, noch weil ich um jeden Preis auffallen möchte. Nein, ich tue das, weil das genau „ich“ bin.

 

Und auch wenn ich in den Gesichtern meiner Gegenüber manchmal die Zweifel sehen kann, ob es nicht besser wäre, sie besser abzuschneiden – tue ich das nicht.

 

Denn, würde es Sinn machen für m i c h? Haare ab?

 

 

 

Der Gedanke, wie jeder „null-acht-fünfzehn“ Banker rumzulaufen (und dies ist an dieser Stelle nicht bös gemeint), nur um anderen zu gefallen und es „recht“ zu machen, ist derzeit jedenfalls nicht mein Ding.

 

Denn, sobald du anfängst, dich für andere zu verbiegen, verlierst du eben auch deinen Style und ggfs. auch ein bisschen deine Persönlichkeit mit. Kurzum, ich gäbe sicherlich  ein Stück von mir auf, mit dem Abschneiden der Haartracht. Nüchtern betrachtet, könnte man natürlich sagen, mit einer adretten Kurzhaarfrisur holst du dir auch bestimmt mehr Chancen bei den Frauen ein, oder nicht?

 

Eine berechtigte Frage. Gegenfrage: Aber ist das wirklich so? Denn es könnte ja sein, dass die anderen 50% der Frauenwelt sie vielleicht lieber lang mögen?

 

 

 

Erinnern Sie sich bitte zurück: Wie oft haben Frauen Ihnen gegenüber konstatiert:

 

Also ich möchte einen Mann mit Haaren. Ungefähr genauso oft, wie ich dann erleben musste, dass gerade Männer mit Glatze für die meisten Frauen äußerst attraktiv sind!

 

An dieser Stelle gilt die schon lange, gültige Erkenntnis: Du kannst nicht jedem gefallen und du kannst es einfach nicht jedem recht machen.

 

 

 

Den Style, also deinen zu finden, steckt eh in dir drin. Alles was du aufsetzt oder mit einer von außen getriebenen Intention tust, ist in meinen Augen eh nicht authentisch und führt dich in ein nicht selbstbestimmtes graues Einerlei.

 

 

 

Fazit: Stay true.